Kanton Schaffhausen
Konkurs- und Betreibungsamt



FAQ

1. Wie sind Ihre Öffnungszeiten?
Die Öffnungszeiten sind jeweils rechts auf den Webseiten angegeben.

2. Wie erhalte ich einen Betreibungsauszug?
Den Betreibungsauszug erhalten Sie im Betreibungsamt (Kasse). Bitte bringen Sie ein amtliches Ausweispapier mit. Die Kosten betragen 17 CHF. Können Sie nicht selber erscheinen, ist die Bevollmächtigung einer anderen Person möglich. Unter der Rubrik Formulare können sie die entsprechende Vollmacht ausfüllen und ausdrucken. 

3. Wie betreibe ich jemanden?
Das Betreibungsbegehren ist an das zuständige Betreibungsamt zu richten. Unter der Rubrik zuständige Ämter können Sie nachsehen, welches in Ihrem Fall zuständig ist. Unter der Rubrik Formulare können Sie ein entsprechendes Formular ausfüllen und ausdrucken. Bitte vergessen Sie nicht das Begehren zu unterschreiben. Zuständig ist grundsätzlich das Amt an dem der Betriebene seinen Wohnsitz hat (Art. 67 ff. SchKG).

4. Was ist ein Zahlungsbefehl?
Der Zahlungsbefehl ist eine Zahlungsaufforderung (Art. 69 SchKG).

5. Was mache ich, wenn ich mit dem Zahlungsbefehl nicht einverstanden bin?
Sie können Höhe, Bestand und Fälligkeit einer Forderung mittels Rechtsvorschlag bestreiten. Er bewirkt die Einstellung der Betreibung (Art. 78 SchKG).

6. Was ist, wenn der Zahlungsbefehl nicht persönlich durch den Postboten an der Haustür zugestellt werden konnte? 
Für den Fall, dass Sie oder ein Vertreter nicht persönlich vom Postbediensteten angetroffen wurden, liegt der Zahlungsbefehl 7 Tage zur Abholung auf der Post bereit. Bitte beachten Sie bei der Bevollmächtigung eines Vertreters, dass diese ordnungsgemäss erfolgt ist (Art 64 ff SchKG).

7. Wie kann ich Rechtsvorschlag erheben?
Der Rechtsvorschlag kann mündlich dem Zusteller oder dem zuständigen Mitarbeiter des Betreibungsamtes gegenüber, sowie schriftlich erklärt werden (Art. 74 SchKG).
Die Frist hierfür beträgt grundsätzlich 10 Tage. In besonderen Fällen ist sie auf 5 Tage verkürzt oder verlängert sich auf eine vom Betreibungsamt bestimmte Frist (Art. 33 SchKG).

8. Was passiert nach erhobenem Rechtsvorschlag?
Nunmehr liegt die Initiative beim Gläubiger. Dieser kann die Rechtsöffnung herbeiführen. In diesem Stadium empfiehlt es sich mit dem Gericht oder dem Friedensrichter Kontakt aufzunehmen (Art. 79 ff. SchKG).

9. Wie setze ich eine Betreibung fort?
Frühestens 20 Tage, spätestens ein Jahr, sofern kein Rechtsvorschlag erhoben oder dieser rechtsgültig beseitigt wurde, nach Zustellung des Zahlungsbefehls (Art. 69 SchKG) kann die Fortsetzung beantragt werden (Art. 88 SchKG). Unter der Rubrik Formulare können Sie ein entsprechendes Formular ausfüllen und ausdrucken. Bitte vergessen Sie nicht das Begehren zu unterschreiben.

10. Wie kann ich zur richtigen Zeit den Sachstand erfragen?
Berücksichtigen Sie bitte, dass zu den gesetzlichen Fristen, die manuellen Zeitabläufe im Büro, der Post oder der Polizei, hinzuzurechnen sind. Wurde Ihnen eine Verzögerungsanzeige zugestellt, empfiehlt es sich, auch wenn's schwer fällt, in Geduld zu üben. Sachstandanfragen sind grundsätzlich kostenpflichtig.

11. Was muss ich unternehmen um Raten auf dem Zahlungsbefehl begleichen zu können?
Das Betreibungsamt handelt streng nach dem SchKG. Zahlungsaufschub oder Raten können daher nur mit dem Gläubiger vereinbart werden. Ist eine solche Vereinbarung getroffen, nimmt der Gläubiger Kontakt mit dem Betreibungsamt auf.

12. Wie erhalte ich Rückzahlung?
Geben Sie uns Ihre Bankverbindung bitte genau an (Bank, Kontonummer, IBAN, BIC, SWIFT).

13. Wie erkenne ich eine Schlusszahlung?
Ist Ihre Forderung vollständig beglichen worden, erkennen Sie die Schlusszahlung anhand Ihrer Buchhaltung und der aufsummierten Beträge. Anderenfalls erhalten Sie einen Verlustschein über den Restbetrag.

14. Was muss ich machen, damit der Eintrag im Betreibungs-Register gelöscht wird?
Sind Sie zu unrecht betrieben worden oder haben Sie die Beträge deretwegen Sie betrieben wurden, beglichen, setzen Sie sich bitte mit dem Gläubiger in Verbindung, dieser kann dann einen entsprechenden Antrag bei Betreibungsamt stellen.

15. Was mache ich mit einem Verlustschein?
Der Verlustschein (Art. 115, 149 SchKG) ist ein amtlicher Nachweis über den nicht gedeckten Teil einer Forderung. Der Verlustschein ist somit eine öffentliche Urkunde und dient als Beweismittel. Binnen 6 Monate kann, bei einem erstmals ausgestellten Verlustschein, die Betreibung ohne neuen Zahlungsbefehl fortgesetzt werden. Die im Verlustschein aufgeführte Forderung ist nicht weiter verzinslich. Die Verjährungsfrist für diese Forderung beträgt 20 Jahre (Art. 149a SchKG).

16. Kann ich einen Verlustschein löschen lassen?
Ja, wenn Sie im Besitz des Verlustscheines sind müssen Sie diesen dem Betreibungsamt zur Löschung überreichen.

17. Wer ist für mich der zuständige Friedensrichter?
Friedensrichterliste